Ein Stimmzettel erscheint ziemlich unübersichtlich, wenn man ihn zum ersten Mal vor sich liegen hat. Wir fassen alle wichtigen Informationen zur Stimmvergabe zusammen.

Vor der Wahl solltest du wissen, wie du deine Stimmen eindeutig abgibst. Bestimmte uneindeutige oder unzulässige Kennzeichnungen können alle Stimmen ungültig machen; andere Fehler werden nach gesetzlichen Auslegungsregeln teilweise korrigiert. Zusätze oder Kritzeleien können den Wählerwillen unklar machen.

Wie viele Stimmen habe ich?

Für jedes kommunale Gremium stehen grundsätzlich so viele Stimmen zur Verfügung, wie Vertreterinnen und Vertreter beziehungsweise Mitglieder zu wählen sind. Bei der Stadtverordnetenwahl Wetzlar 2026 waren es 59 Stimmen, beim Kreistag des Lahn-Dill-Kreises 81. Die Ortsbeiräte sind unterschiedlich groß.

Wer steht auf dem Stimmzettel?

Auf dem Stimmzettel stehen die zugelassenen Wahlvorschläge von Parteien und Wählergruppen mit ihren Kandidatinnen und Kandidaten in der eingereichten Reihenfolge.

Wie vergebe ich meine Stimmen?

Eine Liste wählen

Du kannst einen Wahlvorschlag oben ankreuzen. Verbleibende Stimmen werden in Listenreihenfolge wiederholt von oben nach unten verteilt, bis das Stimmenkontingent ausgeschöpft ist oder jede nicht gestrichene Person höchstens drei Stimmen erhalten hat. Bereits einzeln vergebene Stimmen werden angerechnet; einzelne Namen kannst du streichen.

Kumulieren (anhäufen)

Du kannst einzelnen Kandidatinnen und Kandidaten bis zu drei Stimmen geben. Neben jedem Namen gibt es dafür drei Ankreuzmöglichkeiten.

Panaschieren (mischen)

Du kannst deine Stimmen auf verschiedene Wahlvorschläge verteilen. Du musst dich also nicht für genau eine Partei oder Wählergruppe entscheiden.

Achtung: Übersteigt die Stimmenzahl das zulässige Kontingent, greifen je nach Kennzeichnung unterschiedliche gesetzliche Auslegungs- und Korrekturregeln; bei einer Überzeichnung über mehrere Wahlvorschläge können alle Stimmen ungültig sein. Zusätze oder Vorbehalte können ebenfalls zur Ungültigkeit führen.

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